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Die Ringelnatter – Reptilien erobern Deutschland ? #1

Die Ringelnatter

Die Ringelnatter woher hat die Schlange ihren Namen ?

Die beiden gelben Halbmonde im Nacken von Ringelnattern wirken wie ein unvollständiger Halsring.

Vielleicht beschreibt der Name der Schlange die Fähigkeit der Tiere, sich „einzuringeln.

Der Name Ringelnatter ist mittlerweile weit verbreitet. Andere Bezeichnungen wie Hausschlange Wasser – oder Schwimmnatter werden kaum noch verwendet.

Diese „alten“ Bezeichnungen beschreiben die typischen Fundorte dieser Reptilien.

Der Name – lateinisch „Natrix“ bedeutet übersetzt die Schwimmerin.

Kennzeichen:

Die beiden gelben (manchmal orangen), halbmondförmigen Flecken am Hinterkopf machen die Ringelnatter in Verbindung mit den nur kleinen Flanken und Rückenflecken fast unverwechselbar.

Üblicherweiße ist die Farbe dieser Reptilien Grau. Die meisten Schlangen werden nicht länger als 1m, dennoch wurden auch schon welche mit 1.5 m gemessen.

Die Barren-Ringelnatter zeigt eine schwarze Barrenzeichnung an den Flanken und zuweilen auch auf dem Rücken.

 

Verbreitung der Reptilien:

Mit Ausnahme von Irland und dem nördlichen Skandinavien sind diese Tiere in ganz Europa zu finden. Auch Südsibirien, der Mittlere Osten und Teile von Nordwest-Afrika werden vono Ihnen bewohnt.

Der wohl einzige Ort an dem diese Tiere nicht anzutreffen sind, ist in den Alpen über circa 1300m, den Hochlagen der Mittelgebirge und in ausgeräumten Agrarlandschaften.

 

Welche Arten der Tiere gibt es ?

Weil diese Reptilien ein so großes Verbreitungsgebiet haben, gibt es auch mehrere Unterarten. Sie unterscheiden sich vor allem in der Färbung und in der Größe der Schlangen.

Die Barrenringelnatter kommt im westlichen Europa und in Norditalien vor. Die Spanische Ringelnatter ist auf der iberischen Halbinsel und in Nordwestafrika zu finden, die Streifenringelnatter auf dem Balkan bis Kleinasien und zum Kaspischen Meer.

Die Russische Ringelnatter lebt in Russland, die Sizilianische auf Sizilien. Auf den Inseln Korsika und Sardinien und einigen griechischen Inseln gibt es weitere Unterarten dieser Reptilien.

 

Lebensräume und Lebensweise der Tiere:

Die Reptilien besiedeln ein weites Spektrum offener bis halboffener Lebensräume, in denen Gewässer verschiedenster Arten zu finden sind.

Sie bevorzugen feuchte Biotope entlang von Bächen und Flüssen. Auch Steinbrüche oder Kiesgruben sind beliebte Lebensräume.

Oft können sie aber auch in der Sonne gefunden werden. Als Sonnenplatz dient beispielsweise Totholz oder ein alter Schilfhaufen.

Wichtig bei allen plätzen an welchen die Tiere zu finden sind, ist das genügend Flucht und Deckungsmöglichkeiten gegeben sind (zum Beispiel in einem Gebüsch).

Ringelnattern sind nicht giftig und für den Menschen harmlos. Sie sind meist am Tag aktiv.

Weil sie wechselwarm sind, ist ihre Körpertemperatur nicht immer gleich, sondern von der Temperatur der Umgebung abhängig.

Sie beginnen den Tag deshalb mit einem Sonnenbad, um sich aufzuwärmen. Abends kriechen sie in ein Versteck, wo sie die Nacht verbringen.

Ringelnattern können sehr gut schwimmen und tauchen. Beim Schwimmen heben sie den Kopf leicht aus dem Wasser.

Ringelnattern sind sehr scheue Tiere. Wenn sie gestört werden, verhalten sie sich ganz unterschiedlich. Manchmal bewegen sie sich nicht mehr und verharren ganz still.

Meist fliehen sie jedoch, indem sie schnell und lautlos ins Wasser gleiten oder ein Versteck zwischen Steinen, Büschen oder Baumstämmen aufsuchen.

 

Zwischen Februar und April verlassen sie meistens ihre Winterplätze. Im Mai finden die meisten Paarungen statt.

Meistens werden weibchen von vielen männchen umworben, dennoch läuft die Paarung meist sehr friedlich ab und es kommt zu keinen Angriffen gegenüber anderer umwerber.

Die Weibchen legen teilweiße weite strecken zurück, um einen idealen Eiablageplatz zu finden. Ein idealer Eiablageplatz wäre zum Beispiel ein Mist –  oder Komposthaufen, da diese durch Verrottung organischer Materialien eine gewisse Eigenwärme produzieren.

Da geeignete Eiablageplätze oftmals von zahlreichen Weibchen genutzt werden, sind hier mitunter Tausende von Eiern zu finden. Einzelne Weibchen legen dabei meist 10-30 Eier ab.

Sehr frühe Eiablagen können bereits Anfang Juni erfolgen, die meisten Eier werden jedoch im Juli oder August abgelegt. Die ersten Jungschlangen schlüpfen im Juli, die letzten meist Ende September. Möglicherweise kommt es

Sollte es zu einer Überwinterung der Eier kommen, folgt meistens ein erfolgreicher Schlupf der eier im darauf folgenden Jahr.

Inkubationszeit der Eier beträgt bei günstigen Temperaturen ca. 1 Monat, kann sich bei schlechtem Wetter aber bis zu 2,5 Monate hinziehen, sodass die Schlangenkinder zwischen Juli und September schlüpfen.

Die meisten Ringelnattern ziehen sich im September oder Oktober in ihre Winterquartiere zurück. Ringelnattern können bis zu 20 Jahre alt werden.

 

Was frisst diese Schlange ?

Aufgrund der Nähe zum Wasser ernähren sich Ringelnattern hauptsächlich von Amphibien (Kröten, Frösche), fressen aber auch Kleinsäuger (Mäuse), Fische, Eidechsen, Insekten und Vögel. Die Beute wird lebend verschlungen.

 

Gefährdung der Reptilien:

Als Jäger von Amphibien sind diese Tiere sehr stark an feuchte Lebensräume gebunden.

Daher werden zum Beispiel durch Entwässerungen von Feuchtgebieten, Regulierungen der Läufe von Fließgewässern die Lebensräume vernichtet.

Oft kommt es vor, das sie durch Wanderungen zwischen ihren verschiedenen Lebensräumen dem Straßenverkehr zum Opfer fallen.

Besonders an größeren Seen führt der Massentourismus zu Störungen und damit zur Verschlechterung der Lebensräume.

Freunde und Feinde der Ringelnatter

Greifvögel, Füchse, Wiesel, Graureiher aber auch Katzen können Ringelnattern gefährlich werden. Vor allem die jungen Ringelnattern haben viele Feinde.

Die Schlangen versuchen aber, sich zu schützen, indem sie eine übel riechende Flüssigkeit absondern, wenn sie angegriffen werden.

 

Wissenswertes über die Schlangen:

Sollte eine Flucht nicht möglich sein, reagieren die Reptilien auf Bedrohung mit Drohgebärden (Aufblähen und Aufrichten), Zischen, Scheinangriffen und Absondern einer übelriechenden Flüssigkeit. Ihr Biss dieser Tiere ist nicht giftig und wenig schmerzhaft.

Fühlen sie sich bedroht und können nicht fliehen, gehen die Reptilien in Angriffsstellung. Dabei liegen sie zusammengerollt auf dem Boden und bilden mit dem Hals ein „S“.

Dann stoßen sie mit dem Kopf zischend Richtung Angreifer. Sie beißen jedoch nicht, sondern drohten nur. Diese Schlangen können aber auch wie eine Kobra den Vorderkörper aufrichten. Auch dabei zischen sie und stoßen mit dem Kopf Richtung Angreifer.

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